Zusammenhang zwischen Stress und Erkrankung/Invalidität
Ein Vergleich der Krankenstandstage der letzten 15 Jahre zwischen 1991 und 2006, aufgeschlüsselt nach Krankheitsursachen, zeigt eine massive Zunahme (+92%) bei den psychischen Erkrankungen - obwohl fast alle anderen Krankheiten als Ursachen für Krankenstandstage zurückgegangen sind - durcjschnittlich um minus 15%. Bei den psychischen Erkrankungen bedeutet ein Plus von ca. 786.000 Tagen im Vergleich zum Jahr 1991, dass 2006 zusätzlich 3400 Mitarbeitende ein Jahr lang aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind.
Krankenstandstage
Krankheits-
gruppen |
1991
|
2006
|
Ver-
änderung
absolut
|
Veränderung
%
|
| Insgesamt |
40.260.567
|
34.188.131
|
-6.072.436
|
-15.1
|
|
Arbeitsunfälle,
Berufskrankheiten
|
4.485.914
|
2.930.638
|
-1.555.276
|
-34.7
|
Infektions-
krankheiten |
1.636.083
|
1.662.428
|
+26.345
|
+1.6
|
Herz-,
Kreislauf-
erkrankungen |
1.905.251
|
1.452.835
|
-452.416
|
-23.7
|
Psychische
Erkrankungen |
851.111
|
1.637.966
|
+786.855
|
+92.5
|
Ähnliche Entwicklungen lassen sich bei der Zuerkennung von Frühinvalidität feststellen.
Obwohl in den Jahren 1991 bis 2006 die Anzahl der Frühinvaliditäten (Erwerbsunfähigkeitspensionen) geringfügig um 2,7% angestiegen ist, ist im gleichen Zeitraum die Anzahl der Frühinvaliden aufgrund psychischer Erkrankungen um 157% angestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von ca. 3100 (1991) auf ca. 8000 (2006), die dauerhaft aufgrund psychischer Probleme aus dem Erwerbsleben ausscheiden.
Frühinvalidität
| Bezeichnung |
1991
|
2006
|
Ver-
änderung
absolut
|
Ver-
änderung
%
|
| alle Neuzuerkennungen |
29.165
|
29.940
|
+775
|
+2.7
|
wegen psychischer
Erkrankungen |
3.125
|
8.035
|
+4.910
|
+157.1
|
| Männer |
1.970
|
4.370
|
+2.400
|
+121.8
|
| Frauen |
1.155
|
3.665
|
+2.510
|
+217.3
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Quelle: Kabas, Christoph: Stress - ein Phänomen.
In: Psychologie in Österreich 1/09, März 2009, S.8
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